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Phänomenologisch (Phänomenon: das Erscheinende; Logos (Legain): lesen, sammeln) ist das Verständnis der Erscheinung, also des Seins, des Lebens und
seiner Manifestationen, das nicht auf dem Wege eines Vorstellens, wie bei der Theorie, sondern das unmittelbar in einem Erfahrensvollzug gewonnen wird. D.h. Verstehen findet in der Phänomenologie als eigener Lebensvollzug des
Verstehenden im Ergriffensein vom Sein, vom Wesen der Sache, um die es geht, statt. Der Verstehende ist/lebt sein Verstehen, er ist existenziell sein Verstehensakt im Angehen der Sache, bzw. er ist sein “Annehmen” wenn
er “von einer Annahme ausgeht”. Somit ist das phänomenologische Verstehen/Denken etwas ganz anderes als das, bei dem das Verstehen, den “Verstand” einsetzend, sich die Sache,um die es geht, sei sie materiell, geistig, oder
emotional, ob konkret oder Abstrakt, vor-stellt.
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Intuition bezeichnet die Wissensquelle, die sich unmittelbar im Lebensvollzug, im Erfahrensvollzug der Sache selbst manifestiert. Dieses Wissen
bedarf keiner zwischengeschalteten Instanz, keiner Vermittlung. Die Intuition geht von Annahmen aus, die einer ur-sprünglichen Kenntnisnahme der Sache entspringen. Der Intuition ist das Wissen um die Sache selbst, unmittelbar,
ursprünglich inne, gleichsam vom Leben gegeben. Im Lebensvollzug erweist sich der Wahrheitsgehalt dieser Annahme, ohne daß es eines empirischen Beweises bedürfe.
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